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  Kleidung in den Hotels - Mehr als pure Hülle (Artikel aus dem Hotel Journal 2004)  
 

F r a n z i s k a R i c h a r d

Kleider machen Leute. Machen sie in einem Hotel auch Atmosphäre? Dienen sie auch als Kommunikations-mittel? Theoretisch ja, doch die Gastgeber flüchten sich zunehmend in eine ein-förmige Bekleidung, die dem gängigen Businesslook entspricht.
Ein Hotel sei eine Bühne, heisst es, ein Ort der Träume, der Illusionen. Was liegt näher, als dass sich der Gastgeber selber

 

 

vestimentär in Szene setzt? Da und dort geschiehts. Grosse Berühmtheit erlangte beispiels-weise der rosafarbene Veston von Hans C. Leu, dem ersten Direktor im Asconer Hotel Giardino. Augenzwinkernd und bewusst plakativ hatte dieses legendäre Jackett, das in seiner süsslichen Farbe an Bazooka-Kaugummi erinnerte, das Ferienleben der Gäste zu versüssen. In der nüchternen Marketingsprache wird das Corporate Identity

 

 

genannt. Denn die rosa Farbe – als Inbegriff der «vie en rose» – zog sich zumindest zu Leus Zeiten durch das ganze Haus, vom Prospekt bis zum rosafarbenen Fahrrad.

 
                 
 
 
 
 
                   
               
 
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